Im Mittelpunkt stehen zwei Magnificat-Vertonungen. Das Magnificat von Johann Sebastian Bach gehört zu seinen berühmtesten und auch virtuosesten Chorwerken. Vielleicht hat die Erstfassung des Werkes nun ihr 300jähriges Jubiläum. In Leipzig hat Bach das Werk aber noch einmal grundlegend überarbeitet. Diese Fassung, die wir auch in der Marienkirche aufführen, ist die heute meistgespielte Version. Sie entstand vermutlich 1733. Auf jeden Fall ist das Werk eine der beeindruckendsten Vertonungen lateinischer Texte in der evangelischen Kirche. Die bewegten Chornummern, die wunderschönen Arien, die klare formale Anlage, die festliche Instrumentierung: Das Stück begeistert auf vielfältige Weise. Marias Lobgesang in aller musikalischer Pracht.
Johannes Matthias Michel ist Kantor an der Christuskirche in Mannheim und bekannt als einer der ersten und profiliertesten Kirchenmusiker, die Jazz und Klassik verbanden. Sein Oratorium „Und Maria sang…“ ist ebenfalls eine Magnificat-Vertonung. Allerdings legt Michel legt den Text nicht (nur) als prachtvollen Jubelgesang aus, sondern verbindet den ursprünglichen Text mit Texten moderner Theologen. So wird der durchaus ernste Hintergrund des Textes herausgearbeitet. Ist Bachs Magnificat ein Jubel, so ist Michels Version ein Gebet. Musikalisch ist das Werk groß angelegt und zeigt Michels Fähigkeit, das Beste aus allen Stilen zu ziehen.
Zwischen Jubelgesang und Gebet gibt es von Ralph Vaughan Williams fünf „MysticalSongs“ zu hören – Lieder, die durch das Kirchenjahr geistliches Leben beschreiben. Fünf Charakterstücke, die Jubel und Gebet gleichermaßen zeigen!
Es musizieren Solisten, die Württembergische Philharmonie Reutlingen und die Kantorei der Marienkirche unter der Leitung von Torsten Wille
Kartenvorverkauf: nummerierte Karten zwischen 25 und 12 Euro (erm. je 4 Euro) beim GEA-Konzertbüro am Burgplatz, Tel. 302-210, tickets@gea.de
Abendkasse: 17.15 Uhr